Im Wasser bekommt man es mit den besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers zu tun - das heißt, der Körper erfährt durch den im Wasser herrschenden Druck einen Auftrieb, wodurch sich der Körper leichter anfühlt und die Belastung weniger anstrengend und angenehmer erscheinen lässt. Tatsächlich ist die Herzfrequenz aber bei der Bewegung im Wasser höher als bei gleicher Belastung an Land. Das haben die neuesten wissenschaftlichen Studien von Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln ergeben.
Zudem werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet, was vor allem übergewichtigen Personen und Menschen mit Gelenksbeschwerden entgegenkommt. Wasser weist eine höhere Dichte als bspw. Luft auf, was zur folge hat, dass der Widerstand im Wasser bei allen Bewegungen höher ist als an Land. Dies bedeutet: Wasser alleine ist bereits ein Trainingsgerät.
Neueste wissenschaftliche Studien
Im Gegensatz zu Fahrradergometern an Land reguliert der Aquarider® den Widerstand nicht über eine Bremse, sondern ist mit Platten (sogenannten Propellern) ausgestattet, die an den Tretkurbel stufenweise verstellbar sind und als Reibungswiderstand im Wasser fungieren. Um den Einsatz des Aquarider® in Therapie und wissenschaftlichen Untersuchungen im Sinne einer möglichst exakten Quantifizierung der Leistung anhand des Sauerstoffverbrauchs zu ermöglichen, wurde am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Herr Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch eine Studie zur Quantifizierung der Leistung auf dem Unterwasserergometer durchgeführt.
In dieser Studie absolvierten Sporthochschulstudenten einen identischen spiroergometrischen Untersuchungsgang bei verschiedenen Trittfrequenzen und Widerständen an Land und im Wasser. Die Widerstände im Wasser wurden durch die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten der Propeller am Rad variiert.
Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auf dem Aquarider® Leistungen erbracht werden, die denen an Land ähneln, wobei aber nur ein Teil der Leistung am Fahrrad entsteht. Der andere Teil entsteht bedingt aus der Verdrängung des Wassers bspw. durch die Fläche der Oberschenkel. Die am Fahrrad entstehende Leistung kann unmittelbar digital abgelesen werden, dies ermöglicht eine permanente Belastungskontrolle, da nach den durchgeführten Untersuchungen die Leistungsangabe der digitalen Anzeige, weitgehend mit den tatsächlichen über der spirometrisch ermittelten Leistung korrelieren. Auf dem Unterwasserergometer lassen sich daher die Leistungen sehr gut steuern, um definierte Belastungen zu setzen.
Erstmalige Messbarkeit der Leistung beim Radfahren im Wasser
Die SRM-Messtechnik ist eine bekannte Möglichkeit der Leistungsmessung in Watt beim Radfahren. Die SRM-Kurbessystem wurde für die erwähnte Studie an den Aquarider® integriert, um zum ersten Mal eine reproduzierbare Leistung beim Radfahren im Wasser zu messen. Bisher konnte die erbrachte Leistung nur über die Tretgeschwindigkeit und Veränderung der Pedalhebel als Parameter für die Intensität und Leistung verwendet werden. Diese genaue Messbarkeit und Prüfung der Leistung und somit die Vergleichbarkeit zum Training an Land, ist vor allem im Therapiebereich und Spitzensport sehr interessant.
Studienübersicht Aquarider®
| Thema | Autor | Institut | Stand |
|---|---|---|---|
| Masterarbeit "Curriculum AquaCycling-Academy" | Franziska Bruder | Institut für Sport/Sportwissenschaft Freiburg | Arbeit + Gutachten liegen vor |
| Masterarbeit "Kundenzufriedenheit bei AquaCycling" | Corinna Zimmermann | Institut für Sport/Sportwissenschaft Heidelberg | liegt vor |
| Masterarbeit "Analyse von Determinanten zur Aufrechterhaltung sportlicher Aktivitäten am Beispiel Aquacycling" | Helen Roth | Institut für Sport/Sportwissenschaft Leipzig | Zusammenfassung + Arbeit liegen vor |
| Masterarbeit "Aquacycling - eine empirische Untersuchung zur Kundenzufriedenheit" | Christian Kittel | Universität Flensburg | liegt vor |
|
„Deutsche Kalibrierungsstudie Aquarider ® Professionell (DKAP)“ |
Gunter Hölig | Universität Leipzig | liegt vor |
| Dissertation "Lipidoxidation bei max. Belastung im Wasser und an Land" | Brita Karnahl | Charité Berlin | Abstract + Arbeit liegen vor (Bitte klicken) |
| Dissertation "Messung des Herzzeitvolumens bei Herzinsuffizienz an Land und im Wasser" | Dr. Kliemann | Dr. Schettler Klinik Bad Schönborn | in Arbeit |
| Studie "Therapeutische und präventive Aspekte phys. Belastung an Land und im Wasser bei Schwangeren" | Dr. Hartmann | Deutsche Sporthochschule Köln | in Arbeit |
| Diplomarbeit "Leistungsmessung auf einem Unterwasserfahrradergometer (Aquarider®) anhand einer biometrischen Eichung" | Prof. Bloch / Jeria Radouane | Deutsche Sporthochschule Köln | Gutachten liegt vor |
| Masterarbeit „Auswirkungen von Aquatraining verschiedener Art bei Leistungssportlern auf Hauptsportart“ | John Whitehill | University of Reno, Nevada, USA | Abstract liegt vor |
| Projektstudium "Produktionsoptimierung Aquabike" | Paul Schevzov u.a. | Private Fachhochschule für Wirtschaft u. Technik Diepholz | liegt vor |
| Promotion "Einfluss der Wasserimmersion auf die Immunantwort während eines standadisierten Trainings bei Patienten mit Multiple Sklerose (MS)" | Jens Bansi | Klinik Valens in Koop. Mit DSHS | in Arbeit |


