Mehr Leistung und eine höhere Fettverbrennung beim Training im Wasser

02.04.2011 20:52 Uhr von admin, angezeigt: 14294

Im Wasser bekommt man es mit den besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers zu tun - das heißt, der Körper erfährt durch den im Wasser herrschenden Druck einen Auftrieb, wodurch sich der Körper leichter anfühlt und die Belastung weniger anstrengend und angenehmer erscheinen lässt. Tatsächlich ist die Herzfrequenz aber bei der Bewegung im Wasser höher als bei gleicher Belastung an Land. Das haben die neuesten wissenschaftlichen Studien von Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln ergeben.

Zudem werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet, was vor allem übergewichtigen Personen und Menschen mit Gelenksbeschwerden entgegenkommt. Wasser weist eine höhere Dichte als bspw. Luft auf, was zur folge hat, dass der Widerstand im Wasser bei allen Bewegungen höher ist als an Land. Dies bedeutet: Wasser alleine ist bereits ein Trainingsgerät.

Neueste wissenschaftliche Studien

Im Gegensatz zu Fahrradergometern an Land reguliert der Aquarider® den Widerstand nicht über eine Bremse, sondern ist mit Platten (sogenannten Propellern) ausgestattet, die an den Tretkurbel stufenweise verstellbar sind und als Reibungswiderstand im Wasser fungieren. Um den Einsatz des Aquarider® in Therapie und wissenschaftlichen Untersuchungen im Sinne einer möglichst exakten Quantifizierung der Leistung anhand des Sauerstoffverbrauchs zu ermöglichen, wurde am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Herr Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch eine Studie zur Quantifizierung der Leistung auf dem Unterwasserergometer durchgeführt.

In dieser Studie absolvierten Sporthochschulstudenten einen identischen spiroergometrischen Untersuchungsgang bei verschiedenen Trittfrequenzen und Widerständen an Land und im Wasser. Die Widerstände im Wasser wurden durch die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten der Propeller am Rad variiert.

Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auf dem Aquarider® Leistungen erbracht werden, die denen an Land ähneln, wobei aber nur ein Teil der Leistung am Fahrrad entsteht. Der andere Teil entsteht bedingt aus der Verdrängung des Wassers bspw. durch die Fläche der Oberschenkel. Die am Fahrrad entstehende Leistung kann unmittelbar digital abgelesen werden, dies ermöglicht eine permanente Belastungskontrolle, da nach den durchgeführten Untersuchungen die Leistungsangabe der digitalen Anzeige, weitgehend mit den tatsächlichen über der spirometrisch ermittelten Leistung korrelieren. Auf dem Unterwasserergometer lassen sich daher die Leistungen sehr gut steuern, um definierte Belastungen zu setzen.

Erstmalige Messbarkeit der Leistung beim Radfahren im Wasser

Die SRM-Messtechnik ist eine bekannte Möglichkeit der Leistungsmessung in Watt beim Radfahren. Die SRM-Kurbessystem wurde für die erwähnte Studie an den Aquarider® integriert, um zum ersten Mal eine reproduzierbare Leistung beim Radfahren im Wasser zu messen. Bisher konnte die erbrachte Leistung nur über die Tretgeschwindigkeit und Veränderung der Pedalhebel als Parameter für die Intensität und Leistung verwendet werden. Diese genaue Messbarkeit und Prüfung der Leistung und somit die Vergleichbarkeit zum Training an Land, ist vor allem im Therapiebereich und Spitzensport sehr interessant.

Publikationen

10.12.2015 21:04 Uhr von admin, angezeigt: 4577
Produkt Aquarider:
  • Bruder F. (2008). Curriculum für die Ausbildung zum Aquarider®-Trainer (Master Thesis).
    Freiburg: Albert-Ludwigs Universität - Institut für Sport und Sportwissenschaften.
  • Schevzov  P. et al. (2009). Produktionsoptimierung  Aquabike (Projektstudium).  
    Diebholz: Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik.
  • Münn K. (2009). Entwicklung einer Methode zur biologischen Kalibrierung des Aquarider® (Diplomarbeit). Leipzig: Universität – Sportwissenschaftliche Fakultät.
Allgemeine Wirkungen von Immersion und AquaCycling:
  • Burget  A. (1999). Akutwirkung der aqualen im Vergleich zur terrestrischen Ergometrie auf Makro- und Mikrozirkulation (Dissertation).
    Freiburg: Albert-Ludwigs Universität – Institut für Angewandte Physiologie und Balneologie.
  • Wiesner S. et al. (2003). Lipidoxidation während eines fahrradergometrischen Stufentests im Wasser und auf dem Land. Aktuell  Ehrnährungsm.,, 31, 63.
  • Hahn A., Lau A. & Gatter U. (2006). Gesundheitsfördernde Effekte des Aquatrainings.
    Archiv des Badewesens, 04 (06), 219-225.
  • Whitehill Jr, J., Constantino, N.L. & Sanders M.E. (2008). Kardiorespiratorische- und Körperbau-Resonanz auf ein Wasser-Übungs-Programm für Sportler , 20. November 2008, Las Vegas, NV.
  • Whitehill Jr, J., Constantino, N.L. & Sanders M.E. (2009). Balance – und Beweglichkeits-Resonanz auf ein Wasser-Übungs-Programm für Athleten.  Sport-und Medizinwissenschaft , 41 (5),
    Ergänzung: 2020.
  • Karnahl B. (2010). Vergleichende Untersuchungen von Leistungs- und Stoffwechselparametern im ergometrischen Test an Land und im Wasser (Dissertation).
    Potsdam: Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität.
  • König, P. (2010). Vergleichende Untersuchung spiroergometrischer und metabolischer Daten beim Aquarider und Fahrradergometer (Diplomarbeit). Köln: Deutsche Sporthochschule.
  • Hahn A., Lau A. & Gatter U. (2006). Gesundheitsfördernde Effekte des Aquatrainings.
    Archiv des Badewesens, 04 (06), 219-225.
Spezifische Wirkungen von AquaCycling:
  • Kathen v. M. (1999). Prospektiv-randomisierte Vergleichsstudie zur Rehabilitation vorderer Kreuzbandplastiken zwischen konventioneller Therapie und Unterwasserfahrrad (Dissertation). Bochum: Ruhr-Universität.      
  • Ulatowski, M.( 2000). Unterwasserfahrrad versus herkömmliche Rehabilitation – Eine retrospektive Studie mit und ohne Unterwasserfahrrad an implantierten Kniegelenkstotalendoprothesen (Dissertation). Münster: Westfälische Wilhelms-Universität.
  • Wiesner, S. (2005). Vergleich von Gewichtreduktion und Glucosestoffwechsel chirurgischer und konservativer Adipositastherapie bei Patienten mit Adipositas Grad III – Ergebnisse der prospektiv randomisierten CHARMANT-STUDIE (Dissertation). Berlin: Medizinische Fakultät der Charité.
  • Moser, S. (2009). Entwicklung und Überprüfung eines  Aqua-Cycling-Programms für Rheuma-Patienten (Master Thesis). Karlsruhe: Universität – Institut für Sport und Sportwissenschaft.
  • Bansi  J., Bloch W. , Gamper W. , U. & Kesselring, J. (2012). Training  MS: Einfluss von zwei verschiedenen Ausdauertrainings-Protokollen ( Wasser  versus Überland) an Cythokinen und  Neuroptrophin-Konzentrationen  während drei Wochen randomisierter , kontrollierter Studie.
    Mult Scler, 0 (0), 1-9. (1. Publikation)
  • Bansi J.. Ausdauertraining in MS: Kurzzeit – Immunantworten und ihre Beziehungen zu kardiorespiratorische Fitness , gesundheitsbezogene  Lebensqualität und Müdigkeit . J Neurol  2013, 260/12: 2933 – 3001. Klinik Valens in Kooperation mit DSHS. (2.Publikation)
  • Wahl P., Sanno M. , Ellenberg K, Frick H., Boehm E., Haiduck B., Mester J., Bloch W.  (2015). Aqua-Fitness hat keinen Einfluss auf die Erholung des Leistungsabrufs, der „damage marker“, dem Immunstatus und  der Empfindung von Schmerz nach muskelschädigenden Übungen. Auszug  und Vortrag.  DSHS Köln.
Psycho-soziale Aspekte von AquaCycling Kursen:
  • Roth H. (2009). Analyse von Determinanten zur Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität am Beispiel Aquacycling (Diplomarbeit). Leipzig: Universität - Sportwissenschaftliche Fakultät.
  • Zimmermann  C. (2008). Die Kundenzufriedenheit des AquaCyclings (Magisterarbeit).
    Heidelberg: Ruprecht-Karls-Universität.
  • Kittel C. (2010). Trendsport  Aquacycling – eine empirische Untersuchung zur Kundenzufriedenheit (Masterarbeit). Flensburg: Universität.
  • Giesen E.S.  & Bloch W.. Das VIVA-Aktiv- Programm – Entwicklung, Implementierung und  Evaluation eines Bewegungsprogramms für chronisch mehrfach geschädigte Abhängigkeitskranke. Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, DSHS  Köln.
  • Dr. Hartmann. Therapeutische und präventive Aspekte phys. Belastung an Land und im Wasser bei Schwangeren (Studie). DSHS Köln.
Gutachten:
  • Bruder F. (2008). Curriculum für die Ausbildung zum Aquarider®-Trainer.
    Freiburg: Albert-Ludwigs Universität - Institut für Sport und Sportwissenschaften.
  • Hartmann S., Heck H., Bloch W. – Quantifizierung  der Leistung während Belastung mit dem  Aquarider ® Professional.  DSHS Köln.
In Arbeit:
  • Dr. Kliemann. Messung des Herzzeitvolumens bei Herzinsuffizienz an Land und im Wasser.
    Dr. Schettler Klinik Bad Schönborn.
  • Dr. Sabine Hartmann. Spiroergometrische Untersuchung bei verschiedenen Trittfrequenzen und Widerständen an Land und im Wasser. DSHS Köln.
Produkt Aquajumper:
  • Isabella von Welck (2015). Effekte eines zehnwöchigen Trainings mit dem Unterwassertrampolin (UWT) auf der Cellulitis an der Oberschenkelhaut. Betreuerin: Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. C.Graf. Institut: Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft  - Abteilung Bewegungs-und Gesundheitsförderung. Bachelorarbeit  DSHS Köln.
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Studienzusammenfassungen (192 KB)
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