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Presse | Ran an die Swimming-Pools

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Ran an die Swimming-Pools


Beitrag im netzwerk südbaden vom Dezember 2020

Markus Scherer aus Nimburg hat ein ganzes Sportimperium aufgebaut, mit Ausbildungszentrum und zahlreichen Kursen. Vor allem aber entwickelt und produziert sein Unternehmen „Aquakinetics“ Fitnessfahrräder fürs Wasser, als einziges in Deutschland. Die sogenannten „Aquarider“ stehen in öffentlichen Bädern und Gesundheitseinrichtungen. Eine neue Zielgruppe soll das Geschäft weiter antreten.

 

Die Olympischen Spiele sind die Wiege dieser sportlichen Erfolgsgeschichte. „Ich habe 25 Jahre olympischen Spitzensport betreut“, sagt Markus Scherer. Von 1996 bis 2012, von Atlanta bis London, war er im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und zusammen mit der Sportmedizin der Uni Freiburg hauptverantwortlich für die gesamte Medizintechnik der Sommer- und Winterolympiade.
Zur besseren Wettkampfvorbereitung wollte ein Olympia-Arzt schließlich einen Leistungstest (Ergometrie) mit Messung im Wasser durchführen. „Meine Aufgabe war, ein Fahrrad zu entwickeln, das die etablierte Landmessung im Wasser ermöglicht“, sagt der gelernte Maschinenbauer. Das war der Startschuss für „Aquakinetics“. 2004 wird der Prototyp des ersten „Aquarider“ vorgestellt, 2006 folgt das Patent. Seither ist das Unternehmen mit Sitz in Nimburg deutschlandweit einziger Hersteller wie Marktführer solcher Wasserräder, die Wort- und Bildmarke ist weltweit geschützt.

In Nimburg werden die Sportgeräte in einer 800 Quadratmeter großen Fertigungs- und Montagehalle konfektioniert und verschickt. Zuvor werden die 70 verschiedenen Bauteile nach eigenen Entwicklungen und Zeichnungen hergestellt, alles in Baden, bei Ketterer Maschinenbau in Emmendingen und der Firma Kempf im Kraichtal. Nur die Sättel liefert der Weltmarktführer „Selle Royal“ aus Italien. Das fertige Aquacycling-Gerät kommt vor allem in Thermal- und Schwimmbädern, Kliniken und Reha-Einrichtungen zum Einsatz.

 

Jetzt wollen Markus Scherer und seine insgesamt 18 Mitarbeiter einen neuen Markt erobern: die privaten Pools. Immerhin gibt es in Deutschland fast 800.000 solcher Innen- und Außenbecken. Doch der Unternehmer weiß um die Schwierigkeit der Vermarktung: „Der private Pool ist etwas sehr Intimes.“ Herauszubekommen, wer ein Schwimmbecken hat und gezielt an diese Menschen heranzutreten, so wie man das beim bisherigen B2B-Geschäft gewohnt ist, sei herausfordernd. Scherer ist aber von Natur aus ein Tüftler, der gerne Neues angeht. Daher soll das jüngste Produkt, der „Aquarider 6.0“ in Zukunft erstmals auch über den Fachhandel vertrieben werden. Fürs passende Marketing wurde ein Imagefilm gedreht, der später über kleine Monitore, sogenannte digitale Kioske, bei den Händlern abgespielt wird. So soll das Fitnessfahrrad in die privaten Pools gelangen. Kosten: 1498 Euro (brutto). Voraussetzung: eine Mindestwassertiefe von 1,30 Metern. Die Vorteile: der Fettstoffwechsel ist doppelt so hoch wie an Land, das Lymphsystem profitiert, das Körpergewicht spielt keine große Rolle und der Muskelkater bleibt trotz hoher Belastung aus.


Training übers Tablet
Damit seine Produkte auch richtig angewandt und sportliche Ziele erreicht werden, hat Markus Scherer 2006 am Standort in Nimburg gleich die „Aquakinetics Akademie“ eröffnet. In zwei Tagen werden Interessierte dort unter anderem zum Trainer ausgebildet, mit Abschluss und Zertifikat. „Wir haben sehr früh festgestellt, dass es einer Schulung der Kursleiter bedarf, wenn man so ein Produkt verkaufen möchte“, sagt Scherer. Das vermittelte Wissen basiert auf inzwischen über 30 Studien zum Thema Aquacycling und -training, entstanden an deutschen Sportuniversitäten.
Ein weiteres Standbein von Scherers Bewegungsimperium sind die wachsenden Kursangebote: Aquacycling, -jogging und -jumping sowie Schwimmkurse in Freiamt. „Anfangs haben wir mit vier Teilnehmern begonnen. Im März dieses Jahres waren es 700 pro Woche in 58 verschiedenen Kursen“, sagt der Unternehmer. Auch an Land wird mittlerweile gesportelt, Yoga-, Pilates und Faszientraining werden im eigenen Kursstudio "Leonardo“ in Nimburg angeboten. Doch Corona hat vorerst alle Angebote zu Wasser und zu Land ausgebremst. Umso mehr möchten sich Markus Scherer und sein Team jetzt auf die privaten Wasserradler fokussieren. Allein gelassen werden die trotz Teil-Lockdown und Pandemie-Regeln nicht, auch wenn niemand mit ins heimische Becken steigt, das wäre schließlich immer noch zu privat. Trainiert wird also über ein digitales Angebot. Nachdem das 18 Kilogramm leichte Paket zu Hause angekommen ist und der Inhalt einfach zusammengesteckt wurde, muss der fertige „Aquarider“ nur noch im Pool geparkt werden. Die mitversandten Links zu insgesamt drei Trainingsvideos à 40 Minuten zeigen wie’s weitergeht. „Das ist eine Eins-zu-eins-Anleitung, die wir für den privaten Poolbesitzer gedreht haben“, sagt Scherer. „Er braucht nur noch ein Tablet am Beckenrand aufzustellen und trainiert in Echtzeit mit Anleitung.“

 

© netzwerk südbaden, Anna-Lena Gröner

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